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The Zephyr – Mai 2018

Mai 2018

Liebe Gefährtinnen und Gefährten auf dem Weg,

Ich hoffe, es geht Ihnen gut. Alles ist gut hier in Richmond, wo wir immer noch die numinosen Schwingungen der Gespräche zu ‘Wisdom of the Prophets’ spüren, die hier vor ein paar Tagen stattfanden. Es war ein wunderbarer Höhepunkt der Reihe von Symposien, die wir in den letzten drei Jahren den mystischen Traditionen des Hinduismus, Buddhismus, Zoroastrismus, Judentum, Christentum und Islam gewidmet haben.

Unser Ziel bei diesen Treffen war es, die tiefen historischen und philosophischen Verbindungen zwischen dem Sufismus und den großen offenbarten Traditionen der Welt zu erforschen. Vieles wurde in unseren Versammlungen intellektuell bestätigt, und noch mehr wurde geistig verkostet. Mein Buch Mingled Waters (http://www.omegapub.com/?page_id=2251) dokumentiert zweidimensional das, was wir in unsere Versammlungen in drei Dimensionen erlebten.

Eine brillante Skizze vom letzten Wochenende, aus der magischen Feder von Misbah Noor, ist hier zu finden:
https://www.dropbox.com/s/r3n3s0eou3y18o6/WoP%20Sufism%20%26%20Islam%20Article%20Humera%20Afridi%20May%202018.docx?dl=0.

Zuvor, im April, beherbergte das Astana den Vorstand des Inayati-Ordens, Nordamerika, eine weise und engagierte Gruppe, die für die Sufi-Botschaft arbeitet, und deren organisatorische Führung ein Segen für uns alle ist. Noch davor im April hatten wir einen Tag der offenen Tür, bei dem Dr. Carl W. Ernst, einer meiner wissenschaftlichen Mentoren, und seine Frau Judith unsere Ehrengäste waren. Dr. Ernst las bezaubernde Gedichte aus seinem demnächst erscheinenden Buch über Hallaj http://www.nupress.northwestern.edu/content/hallaj.

Judith ist die Autorin und Illustratorin einer Neuerzählung einer Jataka-Geschichte, die sie Pirzadi-Shahida Noor gewidmet hat – http://www.parvardigarpress.com/goose.html.

Apropos Noor: Zu meinem großen Freude ist Noors mystisches Drama Aède of the Ocean and Land jetzt im Druck http://www.omegapub.com/?page_id=2714 ! Ich kann es nicht genug empfehlen. Noor war, wie Sie wissen, eine große Heilige und Mystikerin, und begeisterte Leser werden ihre inneren Lehren in der Abenteuergeschichte des Stücks entdecken. Ich betrachte Aède als eine Art Terma, einen “Textschatz”, der sich erst zu seiner Zeit offenbart. Es ist ein vielversprechendes Zeichen, dass er zu diesem Zeitpunkt aufgetaucht ist – ein Zeichen dafür, dass Noor über uns wacht.

Immer der Ihrige,
Sarafil Bawa

Gayan-Kommentar Musik der Sphären: Gamaka-Kommentare, Gayan “Es gibt nichts im Leben, was mir mehr gefällt, als anderen zu gefallen, aber es ist schwer, es allen recht zu machen.”
Es gibt drei Gründe, warum eine Person versuchen mag, anderen zu gefallen. Der erste ist strategisch: Man will einen Freund gewinnen oder behalten und vermeiden, sich einen Feind zu machen. Die Menschen um einen herum so weit wie möglich zufrieden zu stellen, führt in der Regel dazu, den eigenen Lebensweg zu ebnen. Der zweite Grund, den eine Person haben kann, warum sie versucht, anderen zu gefallen, ist der Wunsch, dass andere eine gute Meinung von ihr haben. Sehr oft hängt das eigene Selbstbild von der Meinungen anderer Menschen ab. Wenn man uns positive Aufmerksamkeit schenkt, blühen wir auf und wir welken unter kritischen Blicken. Der dritte Grund ist ehrlicher Altruismus. Diese Motivation überwindet die dunklen Unsicherheiten, die den Geist überschatten. Man möchte anderen gefallen, weil man tief im Herzen erkennt, dass jeder andere ein anderes man selbst ist.
Aber auch wenn die Motivation die reinste ist, ist es nicht immer einfach, andere zufrieden zu stellen. Wie Hafiz sagt: “Liebe schien zunächst eine leichte Sache – aber ah! das harte Erwachen.” Manchmal, wenn man einem Menschen eine Freude macht, missfällt dies einem anderen; es gibt Fälle, in denen man nicht beide auf einmal zufrieden stellen kann. Der Versuch, allen zu gefallen, ist edel, aber am Ende muss man seinem Gewissen folgen und tun, was man für das Beste hält.

 

Englisches Original

Dear Companions on the Path,

I hope this finds you well. All is well here in Richmond, where we are still soaking up the numinous vibrations of the Wisdom of the Prophets gathering that took place here a few days ago. It was a marvelous culmination to the series of symposia we hosted over the course of the last three years dedicated to the mystical traditions of Hinduism, Buddhism, Zoroastrianism, Judaism, Christianity, and Islam.

Our aim in these meetings was to explore the deep historical and philosophical connections between Sufism and the world’s great revealed traditions. Much was intellectually confirmed in our gatherings, and still more was spiritually tasted. My book Mingled Waters chronicles in two dimensions what our gatherings lived out in three.
A sparkling sketch of last weekend’s gathering, from the magic pen of Misbah Noor, is here: https://www.dropbox.com/s/r3n3s0eou3y18o6/WoP%20Sufism%20%26 %20Islam%20Article%20Humera%20Afridi%20May%202018.docx?dl=0.

Earlier, in April, the Astana hosted the Board of The Inayati Order, North America, a wise and dedicated group of workers for the Sufi Message whose organizational stewardship is a boon to us all. Still earlier in April we held an open house in which our special guests were Dr. Carl W. Ernst, one of my scholarly mentors, and his wife Judith. Dr. Ernst read enchanting poems from his forthcoming book on Hallaj http://www.nupress.northwestern.edu/content/hallaj.

Judith is the author and illustrator of a retelling of a Jataka tale that she dedicated to Pirzadi-Shahida Noor http://www.parvardigarpress.com/goose.html.

Speaking of Noor: to my great happiness, Noor’s mystical drama Aède of the Ocean and Land is now in print! I cannot recommend it enough. Noor was, as you know, a great saint and mystic, and keen readers will discover her inner teachings encoded within the adventurous narrative of the play. I regard Aède as a kind of terma, a “treasure text” that is not revealed until its time has come. It is an auspicious sign that it has appeared at this juncture—a sign that Noor is watching over us.

Yours ever,
Sarafil Bawa

Gayan Commentary Music of the Spheres: Gamaka Commentaries, Gayan “There is nothing else in life which pleases me more than pleasing others, but it is difficult to please everybody.”
There are three reasons a person may have for trying to please another. The first is strategic: one wishes to win, or keep, a friend, and avoid making an enemy. Keeping the people around one happy, as far possible, generally has the effect of smoothing one’s life path. The second reason a person may have for to trying please another is to be thought well of. Very often, one’s self image is bound up in other people’s opinions. One thrives on positive attention and withers under censorious glances. The third reason is honest altruism. This motivation transcends the dark insecurities that overshadow the mind. One wishes to please others because one realizes, deep down in one’s heart, that every other is another oneself.
But even if one’s motivation is the purest, pleasing others is not always easy. As Hafiz says, “Love seemed at first an easy thing—but ah! the hard awakening.” Sometimes by pleasing one person one displeases another; there are cases when one cannot please both at once. The attempt to please everyone is a noble one, but in the end one must follow one’s conscience and do as one believes best.