The Zephyr – Oktober 2018
5. Oktober 2018
Infobrief der Geschäftsleitung zum Jahreswechsel 2018/2019
4. Dezember 2018
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The Zephyr – November 2018

November 2018

Liebe Gefährtinnen und Gefährten auf dem Weg,

Hier in den USA hat die Wahlsaison die Verwerfungen in den Köpfen der Bevölkerung deutlich vor Augen geführt. Wo es guten Willen und Höflichkeit gibt, sind Gemeinsamkeiten immer erkennbar, aber zu oft scheint der Wille zu fehlen.

Wie wir gesehen haben, ist ein Symptom der Polarisierung tragischerweise eine Zunahme an Gewalt – insbesondere einer Gewalt, die auf dem beruht, was Murshid “den Geist der Aufregung” nennt. Die jüngsten entsetzlichen Schießereien in Kentucky, Pennsylvania und Florida dienen als erschütternde Erinnerung daran, dass irrationale Angst allzu leicht zu irrationaler Wut werden kann und dass irrationale Wut schnell vom Denken zur Sprache und von der Sprache zur Handlung übergehen kann, mit Folgen, die Leben, Familien und Gemeinschaften zerstören.

Wie wir wissen, ist das Gegenmittel gegen den Geist der Aufregung in dieser Welt die Gegenwart des Geistes des Friedens. Wie die Aufregung, so strömt auch der Frieden vom Inneren nach außen. Ein Herz in Frieden spricht und handelt naturgemäß freundlich. Wir erleben vielleicht nicht immer Frieden im Herzen, aber wir wissen, dass Frieden kultiviert werden kann. Wenn wir, wenn wir aufgeregt sind, anstelle auszurasten, uns mit dem Atem verbinden und unseren natürlichen Rhythmus wiederfinden, werden wir in der Lage sein, die Gelassenheit zu bewahren und uns um das wirklich Wesentliche zu kümmern.

Während die Anzeichen von Störungen in der Gesellschaft in den Nachrichten deutlich sichtbar sind – und das sind Sorgen, die nicht ignoriert werden dürfen -, gibt es gleichzeitig ermutigende Entwicklungen in unserer Mitte, die auch nicht ignoriert werden dürfen. Tatsächlich gibt es überall um uns herum Möglichkeiten, daran mitzuwirken, die Scherben unserer Welt wieder zusammenzuführen. Letzte Woche strömten Tausende von Menschen nach Toronto, um die Einheit der religiösen Ideale im 18. Parlament der Weltreligionen zu feiern. Unter ihnen waren über fünfzig Cherags des Universal Worships, die zwölf Gottesdienste durchführten.

Ein Bericht von Amina Hall, unserer geschätzten nordamerikanischen Vizepräsidentin des Universal Worship, finden Sie hier: https://gallery.mailchimp.com/fd8625857899793849a6f66bc/files/35720773-2837-4941-a35a9ee829110dfe/The_Parliament_of_World_Religions_2018.pdf
Möge die Botschaft Gottes sich überall verbreiten!

Immer der Ihrige,
Sarafil Bawa

Gayan-Kommentar Musik der Sphären: Gamaka-Kommentare, Gayan “Der Schnelligkeit meines Schritts kann Imagination nicht folgen.” Eine weise Frau ging durch die Stadt. Sie kam strahlend zurück und sagte: “Was für eine Freude!”

Ein Schüler der Weisen war begierig, die gleichen Anblicke zu erleben. Er folgte dem Weg, den sie eingeschlagen hatte, kam aber voller Abscheu zurück. Er fragte: “Warum haben du und ich so unterschiedliche Städte gesehen?” Die Weise antwortete: “Wir bewegten uns in verschiedenen Rhythmen.” Der Weg des Mystikers führt über die Brücke zwischen dem Sichtbaren und dem Unsichtbaren. Ja, der Mystiker sieht die gewöhnlichen Schauplätze: die Regenrinne, die Metzgerei, den leeren Blick in den Augen der müden Pendler.

Aber der Mystiker sieht mehr als das. Der Mystiker nimmt das komplexe Netz des Lebens wahr. Das stehende Wasser in der Rinne wogte einst in Meereswellen und flog in Wolken durch den Himmel – und das wird es wieder tun . Das Filet im Schaufenster stammt von einer Kuh, deren Mutter sie liebte. Aber sie erlitt eine grobe Behandlung und war verwandt mit Rindern, für die alte Wälder abgeholzt werden (das Schicksal unzähliger Bewohner besiegelnd). In der Brust der von Langeweile geplagten Büromenschen sind Herzen verschüttet, die zu einer Emotion fähig sind, die so groß ist wie das Universum. Das Ausschreiten des Mystikers umfasst all dies und noch viel mehr. Der Mystiker überschreitet mit seinem Vordringen die Grenzen der begrenzten Welt. Ausblicke auf Licht, Energie und Schwingung eröffnen sich, wenn sich die geschmolzenen Unterströmungen des Universums offenbaren. Während der Mystiker in das Zentrum von allem wirbelt, enthüllt das Sein sein mysterium tremendum: nur Ich existiere. Das Sein ist kein Ziel, zu dem die Imagination hingehen kann. Das Sein stellt sich das Universum vor und bewegt sich in ihm.

 

Englisch Original

Dear Companions on the Path,

Here in the U.S., the election season has brought into sharp relief the fault lines in the minds of the population. Where there is goodwill and civility, common ground is always discoverable, but too often it seems the will is lacking.

Tragically, as we’ve seen, a symptom of polarization is increased incidences of violence—specifically, violence rooted in what Murshid calls “the spirit of agitation.” The recent heartbreaking shootings in Kentucky, Pennsylvania, and Florida serve as harrowing reminders that irrational fear can all too easily become irrational anger, and that irrational anger can quickly travel from thought to speech, and from speech to action, with consequences that devastate lives, families, and communities.

As we know, the antidote to the spirit of agitation in this world is the presence of the spirit of peace. Like agitation, peace emanates from the interior to the exterior. A heart at peace speaks and acts kindly as a matter of course. We may not always experience peace of heart, but we know that peace can be cultivated. If, when agitated, instead of lashing out we connect with the breath and find our natural rhythm again, we will be able to maintain poise and attend to what really matters.

While signs of dysfunction in society are glaringly conspicuous in the news—and these are concerns that cannot be ignored—at the same time, there are encouraging developments in our midst that must not be ignored either. Indeed, there are opportunities all around us to join in the work of reconnecting the broken pieces of our world. Last week thousands of people flocked to Toronto to celebrate the unity of religious ideals at the 18th Parliament of the World’s religions.

Amongst them were over fifty Cherags of the Universal Worship, who performed twelve services. A report from Amina Hall, our esteemed North American Vice President of the Universal Worship, can be found here.
May the Message of God reach far and wide!

Yours ever,
Sarafil Bawa

Gayan Commentary Music of the Spheres: Gamaka Commentaries, Gayan “The rapidity of my walk imagination cannot follow.” A sage walked through the city. She came back glowing, and said, “What a joy!”

A pupil of the sage was keen to see the same sights. He followed the route she had taken, but came back seized with repugnance. He asked, “Why did you and I see such different cities?” The sage answered, “We walked in different rhythms.” The mystic’s walk crosses the bridge between the visible and invisible. Yes, the mystic sees the ordinary sights: the gutter, the butcher’s shop, the vacant look in the eyes of weary commuters. But the mystic sees more as well.

The mystic perceives the intricate web of life. The stagnant water in the gutter once surged in ocean waves and flew through the sky in clouds—and will again. The flank in the window came from a cow whose mother loved her. But she suffered rough treatment, and was kin to cattle for whom ancient forests are being bulldozed (sealing the doom of their teeming inhabitants). Buried in the chests of the ennui-stricken office-goers are hearts capable of an emotion as vast as the universe. The mystic’s stride encompasses all of this, and more besides. Pressing onward, the mystic surpasses the boundaries of the bounded world. Vistas of light, energy, and vibration blaze into sight as the molten undercurrents of the universe disclose themselves. As the mystic hurls toward the center of everything, Being unveils its mysterium tremendum: only I exist. Being is not a destination to which the imagination can walk. But Being imagines the universe and walks in it.